...bzw. Bewertungen von Musik, Büchern, Filmen, vielleicht auch der einen oder anderen Sorte Instantnudeln...^^

 Film:

Die Hard 4.0

Die gesamte Reihe ist an sich gesehen ja schon mal brutal gut - buchstäblich. Denn eine solche Brutalität gepaart mit nicht enden wollender Verzweiflung ist schon schwer über eine Filmlänge zu halten. Und natürlich lebt der Film von Bruce Willis, der liebenswerten Glatze. Der vierte Teil ist zwar nicht mein Favorit, aber an den ersten kann man auch extrem schwer rankommen. Doch er ist ohne Zweifel genial gemacht, obwohl diesmal ein anderer Regisseur übernommen hat: Len Wisemen der schon mit den Underworld Teilen sein überragendes Talent gezeigt hat, läuft auch hier wieder zur Hochform auf. Die Hard 4.0 macht Spaß - und das nicht zu knapp. Ansehen!!!

Inside Man

"Warum ich eine Bank überfallen habe? Weil ich es kann." Dieser Satz und ein Artikel in der FAZ brachte mich dazu, mir dieses Meisterwerk von Spike Lee anzusehen. Nicht umsonst, wie sich herausstellte, ein wirklich intelligenter Film (bei dem man trotzdem nicht zu viel denken muss) der ohne langweilige oder kindische Bilder auskommt, sich nur auf das geniale Drehbuch konzentriert. Dessen Umsetzung nur von einem Director wie Spike Lee kommen kann. Sehr sehenwert, für Kenner ebenso für Menschen die sich fragen wo die guten Filme geblieben sind.

300

Generell ist der Zeichner Frank Miller ja genial. Und Robert Rodriguez ist sowieso ein Gott, da ist er ganz auf einer Wellenlänge mit seinem guten Freund, dem Meister Quentin Tarantino. 300 ist einer der wenigen Filme die ich zweimal gesehen habe und immernoch im Kino saß und dachte: "Unglaublich, es passt einfach alles!" Ja, alles passte, auf die Geschichte, auf die Zeit, auf die Ernsthaftigkeit mit der man Geschichte behandeln sollte, ob es nun Legende oder Realität war was sich zwischen Xerxes und Leonidas abgespielt hat. Rodriguez versteht es, eine spannende Geschichte zu erzählen, die als Kult- und Kunstfilm in die Geschichte eingeht, da bin ich mir sicher. Wenn nicht, dann ist die Kunst entgültig verloren.

TV:

Better Off Ted

Musik:

Metric

Die Band kam mir irgendwie bekannt vor. Und die Stimme. Aber trotzdem hatte ich nachweislich bis vor zwei Wochen nichts von ihnen auf meinem iPod. Was eigentlich fast ein Verbrechen ist. So sehr wie ich auf Indie und Frauen stehe ^^ Metric sind eine kanadische Indie Band (wobei manche Kritiker auch Pop sagen, aber die haben anscheined noch nie einen Song von Metric gehört) die schon mehrere Preise gewonnen haben und das sogar zu Recht. Ihre Songs sind kraftvoll hüllen einen aber doch gleichzeitig in eine bessere Welt ein - oder lassen die Realität noch realer aussehen. Das neue Album Fantasies ist eines der wenigen Alben bei denen ich ohne Ausnahme alle Lieder empfehlen kann. Besonders "Gimme Sympathy" dessen Unplugged Version beim Rolling Stone Magazin mich überhaupt auf die Band gebracht hat und "Help I'm Alive" das ich lieber mit den Worten der genialen Dorothy Snarker vorstellen möchte: "I would like to marry this song, or at very least go steady for an extended period of time." 'Nuff said.

Kings Of Leon

Nachdem ich mir schon seit zwei Jahren vorgenommen hatte, mir doch endlich mal mehr als vier Songs von den vier (jaha...Numerologie...würd ja mal gerne wissen, was H.Faber dazu sagen würde...) Jungs aus Nashville zu holen. Da mir die erste Single "Sex on Fire" aus dem neuen Album "Only by the Night" nachdem ich sie nur einmal gehört hatte nicht mehr aus dem Kopf wollte, hab ich mir jetzt nicht nur das neueste, sondern auch die beiden vorangegangenen Alben gekauft und ich muss sagen:...wow. Ich kann durchaus verstehen, dass es Menschen gibt, die diese Art von Musik nicht mögen, aber...wow. Ich denke, ich kann jetzt endlich was antworten, wenn mich jemand nach meiner Lieblingsband fragt ;-)

Uh Huh Her

Ja, ich weiß, kennt mal wieder keiner. Ist aber ein Fehler! Leisha Hailey hatte vorher schonmal eine Band, aber The Murmurs mochte ich nicht zu sehr, das war mir doch etwas zu folkloristisch und manchmal zu radikal. Aber mit diesem ElektroRock kann ich mich sehr gut anfreunden, auch wenn das normalerweise nicht unbedingt meine Richtung ist, aber "Explode"...Lässt einen erstmal nicht wieder los ^^ Go Leisha!!!

Ok Go

Vor einiger Zeit hab ich aus lauter Langeweile mal wieder bei youtube gesurft - man kennt das ja. Und dabei ist mir ein Clip in die Hände gefallen den ich seit Ewigkeiten, so schien es mir, nicht mehr gesehen hatte. Die Rede ist von "Here It Goes Again", in dem die Band auf Laufrädern ihre Choreographie zum Besten gibt. Vor...ich glaube zwei Jahren war das eine Sensation. Und da hab ich mich gefragt, warum ich nicht mehr von denen als nur den einen Song kenne. Also hab ich mir die Anderen auch ganz schnell besorgt und siehe da: doch nicht nur ein One-Hit-Wonder. Die machen richtig gute Musik! Vor allem Don't Ask Me (How I've Been) gefällt mir richtig gut. erinnert ein bisschen an Jimmy Eat World, mit einem britischen Touch. Definitiv eine gute Band, die hoffentlich noch mehr gutes Zeug produziert.

Melissa Ethridge

Es gibt nicht viele Menschen die Janis Joplin covern können ohne sich lächerlich zu machen. Melissa allerdings ist schon lange genug im Geschäft um zu wissen, was sie sich erlauben kann (alles) und was nicht. Hier zu lande kennen sie komischerweise nicht viele, was ich persönlich erschreckend finde. Qualität findet man selten, besonders bei Musik, doch Melissa dürfte meiner Meinung nach sogar die Queen of Soul, Aretha Franklin covern.

The Organ - Brother

Eine kanadische Interpretation von den großen The Smiths?! Und das auch noch von Frauen?! Das dürften sich die Plattenbosse gedacht haben, doch das Konzept ging auf. Die 5 schafften es tatsächlich den Smiths keine Schande zu machen, ganz im Gegenteil. Man bemerkt die Mitglieder von The Organ auch so gut wie nicht, in ihren verwaschenen Shirts und Jeans sehen sie nicht wie eine erfolgreiche Band aus die schon einen Gastauftritt in der US-Serie The L Word hatte. Leider lösten sie sich Ende 2006 auf, doch ihre Musik wird noch lange auf meinem iPod bleiben.

Grant Langston - All This And Pecan Pie

Normalerweise rate ich Menschen die nicht in der Nähe von Wüsten oder zumindest weitem Land wohnen immer von Country ab. In der Stadt kann einen diese Art von Musik schonmal verrückt machen. Nicht so jedoch Mr. Langston, der auch im Soundtrack eines sehr empfehlenswerten independent movies, Chance, zu hören ist. Mein Lieblingssong (auf der Platte) ist Time Of Day. Allein die Zeile "but the devil, he won't touch me, cause brick by brick I'm building my own hell" sagt schon alles.

Mika - Life In Cartoon Motion

Kleiner sympathischer Wuschelkopf, vollkommen verrückt. Ein bisschen erinnert die Stimme ja schon an George Michael, doch wenn man Mika sieht weiß man, sowas war einfach noch nicht da. Vielleicht ist es deswegen so einfach sich in seine poppige, auf angenehme Art und Weise aufdringliche Musik zu verlieben. Ohne jede Frage ist Mika jemand mit dem man rechnen sollte, auch in Zukunft.

Amy Winehouse - Back To Black

Mit ihrem ersten Album Frank hat die Engländerin längst ihr Talent bewiesen, nicht dass sie das mit einer solchen Stimme nötig gehabt hätte. Doch auf Back To Black kommt sie weitaus erwachsener und selbstsicherer rüber, erwachsener weil sie ihre Fehler eingesteht, wie in You Know I'm No Good; selbstsicherer auf Grund ihres Protestes gegen die Plattenfirma, die sie wegen ihres Alkoholproblems in eine Reha-Klinik einweisen wollte und sie sich gewehr hat. Im richtigen Leben wie in Rehab, der ersten Auskopplung und wahrem Schatz, der in keiner anständigen Sammlung fehlen sollte. Auch wenn sie nicht als Vorbild dienen sollte, ihre Musik kann das allemal. Sie tut immer als wäre ihr alles scheißegal, doch wenn sie singt offenbart sich eine ganz andere Amy: zurückhaltend steht sie auf der Bühne, fast als ob sie Angst vor sich selber hätte. Im nächsten Moment ist alles verflogen und die übertriebene Selbstsicherheit kommt zurück. Doch in diesen winzigen Momenten, kann man sie fast als putzig beschreiben.

Bloc Party - A Weekend In The City

Schon weitaus bekannter in Deutschland als bei ihrem letzten, ebenfalls sehr hörenswerten Album Silent Alarm. Das neue Werk ist abwechslungsreicher und sogar noch emotionsgeladener, verwunderlich, dass sowas überhaupt noch geht. Bloc Party macht, ebenso wie die Noisettes, Musik in die man sich ohne nachzudenken fallen lassen kann und trotzdem noch konzentrationsfähig bleibt. Man hört die Botschaften der Songs nicht nur in ihren sehr intelligent geschriebenen Texten, man hört sie auch in jedem Ton und besonders der einzigartigen Stimme von Kele Okereke. Schön ist besonders, dass die Band live fast noch besser ist: Genauso sollte gute Musik sein!

Noisettes - What's The Time Mr. Wolf

Wo waren die nur die ganze Zeit??? Alleine wären Dan Smith, der Gitarrist oder Schlagzeuger Jamie Morrison ja schon Grund genug diversen anderen Künstlern den Laufpass zu geben, aber wie konnten die Plattenfirmen die Sängerin, Shingai Shoniwa so lange übersehen? Ist mir völlig unbegreiflich. Aber jetzt sind sie ja da, mit brandneuer, vielseitiger und schlichtweg genialer Platte, die neuen Helden. Bleibt nur zu hoffen, dass sie so bleiben. Dass sie weiterhin ein Geheimtipp sind, denn so sehr ich ihnen den großen Erfolg gönne, schon viele sind durch ihn zu Fall gebracht worden.

The Corrs - Borrowed Heaven

Pop ist zwar eigentlich nicht so Meins, aber mit etwas guten Willen kann man die vier Geschwister auch unter *pop/rock* einordnen. Meine Lieblingsplatte von ihnen, *Talk On Corners* ist zwar auch nicht schlecht (schlecht ist von denen eigentlich nix), aber *Borrowed Heaven* ist rockiger, manche Songs strahlen regelrecht. Wenn ich denn mal gute Laune hab, hoer ich es sehr gern. Soehne Mannheims - Noiz Ein schönes Album, zwar immer ein wenig anklagend, daher nicht unbedingt was für richtig gute Laune, aber mit intelligenten Texten und guten Beats.

Nelly Furtado - Loose

Nelly`s drittem Album merkt man eines ganz deutlich an: Timbaland hat daran mitgearbeitet. Miss Furtado hat ihren Stil geandert, was in diesem Fall zwar absolut nicht noetig gewesen, aber auch nicht schlecht ist. Bei ihrem ersten Album *Whoa Nelly* hat man schon gemerkt, dass Nelly sich durchaus am HipHop erfreut, doch man hat es nie so deutlich (auch in ihren Videos) gemerkt. Insgesamt kann man sagen, dass es sich um hauptsaechlich tanzbare Musik handelt, nicht so ruhig wie ihr letztes Baby, *Folklore*.

Buch:

Rebecca Gablé - Die Epen

Denn Epen sind es, die Mrs. Gablé schreibt. Eine Schwäche hat sie für englische Geschichte, angefangen mit ihrem ersten Roman der in der Zeit William des Eroberers spielt. Alle anderen jedoch, stehen im Zeichen der bevorstehenden Rosenkriege, auch wenn das den meistens leider nichts sagt. Doch ich kenne keinen anderen Autor der auf über 1.000 Seiten die Spannung halten kann, sie schreibt die letzten mir bekannten wahren Epen...

Jasper Fforde - Die Thursday Next Romane

Einfach nur genial. Besser als Walter Moers, Douglas Adams und Rudyard Kipling zusammen. Und das will was heißen, wenn ich meine persönlichen Götter von ihrem Thron stoße. Es geht in den bisher auf Deutsch erschienenen 4 Bänden um die LitAg Thursday Next, die sich mit der korrupten Goliath Corp., Eingriffen in die Literatur und der chronupten Chronogarde herumschlagen muss, die ihren Vater genichtet hat. Ein nicht zu alternatives Universum das sensationell durchdacht und spannend beschrieben ist. Ich habe die 4 Bände, die alle ungefähr 400 Seiten dick sind, jetzt zweimal in den letzten 2 Wochen gelesen, und will sofort wieder anfangen. Einfach nur genial.

Diverses:

Fusel

Obwohl das Wort an sich (richtig und im richtigen Moment ausgesprochen) nicht enden wollende Lachkrämpfe auslösen kann, finde ich Fusel an sich ziemlich blöd. Nutzlos. Und sie stören im Essen. Ich werde nicht gerne beim Essen gestört. Also, Wort: toll, Ding an sich: bescheuert.